
Long Nguyen
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28.04.2026, 12:00
Hallo zusammen! In meinem letzten Beitrag habe ich euch von meinem Start bei Lucent Code und meinen ersten Versuchen in Java erzählt ->Hinter den Kulissen: Erste Erfahrungen als Werkstudent.
Heute tauchen wir in ein Thema ein, das für mich anfangs klang wie eine Geheimsprache: Git.
Als ich vor Kurzem als Werkstudent bei Lucent Code angefangen habe, war Git für mich ungefähr so greifbar wie Quantenphysik: Ich wusste, dass es wichtig ist - aber warum genau, blieb ein kleines Mysterium. Ich hatte vorher keine Programmiererfahrung, und mein Alltag bestand eher aus Uni-Skripten als aus Branches, Commits und Merge Requests.
Doch spätestens als ich meinen ersten Blogeintrag in unser Repository bringen sollte, wurde klar: An Git führt kein Weg vorbei.
Git ist eine freie Software zur Versionsverwaltung. Entwickelt wurde sie von Linus Torvalds (ja, dem Linux-Linus). Kurz gesagt: Git verfolgt Änderungen an Dateien - besonders an Quellcode - und speichert sie als sogenannte Commits.
Was Git besonders macht:
Für mich als Einsteiger war das anfangs viel Theorie. Bis ich meinen ersten Commit machen sollte - und prompt die Commit-Message vergessen habe. Da wurde mir klar: Git zwingt einen dazu, strukturiert zu arbeiten. Und das ist gut so.
Mein Einstieg in Git war eine Mischung aus Unterstützung und Selbermachen. Ein Kollege hat mir am Anfang super geholfen, aber danach hieß es: ausprobieren, Fehler machen, wieder ausprobieren. Meine ersten Schritte waren simpel: Dateien ändern und committen. Im Gegensatz zu meinen Kollegen die alle IntelliJ nutzen, lief es bei mir noch über Visual Studio Code. Und genau das hat gereicht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Git funktioniert.
Um Git jemandem zu erklären, der noch nie programmiert hat, nutze ich gern einen einfachen Vergleich:
Stell dir ein Google-Docs-Dokument vor, nur dass jeder seine eigene lokale Kopie hat. Niemand kann dir reinpfuschen, und du siehst jederzeit, wer wann was geändert hat.
Branches sind dabei wie eigene Versionen des Dokuments, in denen man gefahrlos experimentieren kann. Technisch ist Git natürlich komplexer, aber dieses Grundprinzip macht den Einstieg deutlich leichter.
Richtig ernst wurde es, als ich meinen ersten Blogeintrag veröffentlichen sollte. Da habe ich gemerkt, dass Git nicht nur ein Werkzeug ist, sondern ein klarer Ablauf, der in einer festen Reihenfolge funktioniert. Für meinen Beitrag sah das so aus:
Zuerst habe ich einen eigenen Branch erstellt, damit meine Änderungen getrennt vom Hauptprojekt bleiben. Dann habe ich die Inhalte geschrieben und angepasst, alles commitet und anschließend ins Git-Repository gepusht. Erst danach konnte ich einen Merge Request erstellen, damit das Team meine Änderungen prüfen kann. Und erst wenn dieser MR akzeptiert wird, landet der Beitrag wirklich auf der Website.
Ohne Branch kein sicherer Raum, ohne Commit keine Historie, ohne Push kein MR, und ohne MR kein Merge.
Ich bin noch am Anfang, aber diese Befehle gehören schon zu meinem Alltag:
git add - Änderungen vormerkengit commit -m "Message" - Schnappschuss speicherngit push - Änderungen hochladengit status - Überblick behaltenUnd natürlich: Branch erstellen → MR → Code Review → Merge
Lucent Code arbeitet mit GitLab, einer Plattform, die Git-Repositories in der Cloud hostet. Dort laufen:
Ich habe schon einige MRs gesehen - und es ist beeindruckend, wie strukturiert das Team arbeitet. Jede Änderung wird geprüft, kommentiert und erst dann gemerged.
Ich lerne noch die Basics, aber Git hat mir schon jetzt gezeigt, wie wichtig saubere Versionsverwaltung ist. Es schützt vor Chaos, ermöglicht Teamarbeit und sorgt dafür, dass man jederzeit nachvollziehen kann, was passiert ist.
Auch wenn der Anfang mit Windows-Hürden und SSH-Keys etwas holprig war, fühlt es sich gut an, den ersten Schritt geschafft zu haben. Und ganz ehrlich: Der Moment, in dem mein erster MR gemerged wurde und mein Beitrag auf der Website erschien - das war schon ziemlich cool.
Ich bin gespannt, was als Nächstes kommt. Vielleicht der erste richtige Feature-Branch? Oder der erste Merge-Konflikt (hoffentlich nicht zu bald)?
Ich lerne jeden Tag dazu - und das Beste ist: Wenn ich doch mal einen Fehler mache, weiß ich jetzt, dass Git mir hilft, ihn wieder rückgängig zu machen.
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